Aufstiegsspiel 4./3. Liga: SK Root - FC Brunnen II 3:4 (2:2)
Der Traum vom Aufstieg ist für den SK Root wohl schon nach zwei Spielen ausgeträumt. Gegen Brunnen schoss man zwar endlich Tore, die defensiven Schwächen wogen allerdings zu schwer.
ds. Gemessen an den Kräfteverhältnissen müsste Root nach den ersten zwei Aufstiegsspielen eigentlich sechs Punkte auf dem Konto haben. Die Realität sieht leider komplett anders aus. Wie schon gegen Meggen brachte man seine PS auch gegen Brunnen nicht auf den Rasen. Dabei war der Start noch vielversprechend: Schon nach 22 Sekunden hätte Claudio Strebel seine Farben in Führung bringen können, doch seinem Abschluss fehlte die Entschlossenheit. In der Folge hatte Root alles im Griff, und es schien nur eine Frage der Zeit, bis sich das auf der Resultattafel niederschlagen würde. Als Strebel nach 19 Minuten eine Massvorlage von Franco Ineichen zum 1:0 einnetzte, war der Bann endlich gebrochen. Doch die Freude währte nur kurz. Zwei Minuten später schenkten die Rooter den Vorsprung wieder her. Ein langer Ball der Brunner auf ihren Captain Salihu, die Nr. 21 setzte sich gegen Tim Meierhans durch und schob zum 1:1 ein. Die Frage, die hier gestellt werden muss: Warum wurde die Abwehr in dieser Situation – in Führung liegend – derart entblösst? Wie auch immer: Root setzte nach, suchte den zweiten Treffer und fand ihn. Nach 30 Minuten wurde Franco Ineichen am rechten Flügel lanciert, er liess einen Verteidiger stehen und haute den Ball sehenswert zum 2:1 unter die Latte. Der zweite erlösende Moment aus Rooter Sicht! Doch die Ernüchterung folgte wiederum praktisch auf dem Fuss. Ein feines Pässchen hinter die Rooter Abwehr und der 21er glich zum 2:2 aus. Das Spiel konnte wieder von vorn beginnen. Kurz darauf hatte Root sogar Glück, dass Salihus dritter Treffer wegen eines Fouls am Goalie annulliert wurde. Das Fazit zur Pause: Root kann doch noch Tore schiessen, ist aber hinten extrem anfällig.
Wer erwartet hatte, dass Root nach der Pause endlich besser in Fahrt kommt, das dritte Tor schiesst und dem Gegner irgendwann die Luft ausgeht, der wurde bald eines Besseren belehrt. Das Heimteam konnte seine horrende Fehlerquote im Spielaufbau und im defensiven Stellungsspiel nicht senken und lief immer wieder in gefährliche Konter. In der 51. Minute konnte ein FCB-Angreifer von rechts allein auf Dave Meier ziehen und hatte keine Mühe, den Rooter Goalie zu bezwingen. Mit dem 2:3 wurde es nun richtig kompliziert für die Christen-Elf. Man hatte zwar weiterhin mehr Spielanteile, aber nach vorne fehlten an diesem Nachmittag die Ideen, sodass die Gäste meist ohne Probleme befreien konnten. Was man den Rootern zugutehalten muss: Sie steckten nie auf, kämpften aufopferungsvoll und das zahlte sich in der 87. Minute tatsächlich aus. Ben Meierhans traf mit einem direkten Freistoss von der seitlichen Strafraumgrenze ins entfernte hohe Eck. Klar, dass sich Root mit dem 3:3 nicht zufriedengab und dadurch die Abwehr – diesmal verständlicherweise – entblösste. Das freute natürlich den FC Brunnen, der in der 94. Minute einen letzten Konter lancierte und schliesslich seinerseits den Lucky Punch setzte. Überflüssig zu erwähnen, welche Rückennummer der Siegtorschütze trug. Salihu vernaschte drei Abwehrleute (inkl. Goalie) und schob zum 3:4 ein. Ein mehr als bitterer Nachmittag für Root, das wohl die bessere Mannschaft hatte, dies aber nicht zeigte. So kam der FC Brunnen zu einem nicht unverdienten Sieg, weil er es schaffte, aus seinen Mitteln das Optimum herauszuholen. Für Root hingegen ist der Zug zur 3. Liga mit grosser Wahrscheinlichkeit abgefahren. Eine kleine Hoffnung besteht zwar noch, dafür müsste man allerdings die letzten beiden Spiele auswärts in Buochs (Mittwoch, 20.00 Uhr) und in Engelberg (Sonntag, 14.00 Uhr) gewinnen. Mal schauen. Zumindest ist jetzt der Druck weg…
Root: Meier; Krummenacher, Tim Meierhans, Schnider, Zurfluh; Ineichen, Ben Meierhans, Ganaj, Schafer; Strebel, Bucheli (Wigger, Krieger, Köchli, Luchs, Cavegn).
Tore: 20. Strebel 1:0, 22. Salihu 1:1, 31. Ineichen 2:1, 37. Salihu 2:2, 51. Memeti 2:3, 87. Ben Meierhans 3:3, 94. Salihu 3:4.