Aufstiegsspiel 4./3. Liga: Engelberger SC - SK Root 3:1 (2:1)
Der SK Root spielt auch nächste Saison in der 4. Liga. Trotz schneller 1:0-Führung verlor man in Engelberg mit 1:3. Besonders bitter: Da Emmen gegen Brunnen gewann, hätte Root ein Sieg zum Aufstieg gereicht.
ds. Bergpanorama, Wetter und Zuschauerkulisse waren ideal für einen grossen Fussballmoment. Die fussballerische Leistung in Engelberg reichte allerdings nicht für den angestrebten Sieg. Dabei gelang den Rootern im Saisonfinale ein Auftakt nach Mass. Keine drei Minuten waren gespielt, als Claudio Strebel die perfekte Vorarbeit von Andri Krieger und Fabian Schafer mit einem Flachschuss ins entfernte untere Eck vollendete. In der Folge hatte Root den Gegner zwar gut im Griff, unterliess es in dieser starken Phase jedoch, den zweiten Treffer anzustreben. Ein Fehler, wie sich im Nachhinein herausstellte. Denn dann kamen die letzten fünf Minuten vor der Pause: Zwei Fehler im Spielaufbau, zwei tolle Zuspiele auf ESC-Stürmer Milicevic, der zweimal eiskalt verwertete. Engelberg hatte das Spiel ohne grosses Zutun gekehrt.
Diesen Dämpfer musste Root zuerst einmal verkraften. Das gelang so mittelprächtig. Die Gäste bemühten sich offensichtlich, hatten aber wie schon in der ganzen Saison Mühe, ihre Angriffe bis vors Tor zu tragen. Die optische Feldüberlegenheit mündete deshalb in zwei, drei Halbchancen, mehr leider nicht. Auf der anderen Seite gelang es Engelberg fast mühelos, die Gefahr vom eigenen Tor fernzuhalten und einige Konter zu fahren, doch auch diese blieben weitgehend ungefährlich. So zerrann für Root die Zeit, und die Hoffnung auf zwei heilbringende Tore schwand von Minute zu Minute. Dass Engelberg in der 90. Minute mit viel Glück noch das 3:1 erzielte, passte ins Bild des Spiels. Die ohne Aufstiegsdruck und -chance spielenden Obwaldner holten praktisch das Optimum aus ihren Möglichkeiten heraus. Gegenüber stand ein Rooter Team, das dem Druck des Siegenmüssens nicht gewachsen war und insgesamt zu wenig Torgefahr erzeugen konnte. Dazu kam, dass man den Gegner – wie schon so oft in dieser Saison – mit individuellen Fehlern zum Toreschiessen einlud.
Schade, schade! Eine bittere Pille für die Mannschaft, die Betreuer sowie die zahlreichen Fans, die auch die entscheidende Partie in Engelberg wieder in ein «Heimspiel» verwandelten. Das Motto für die junge Truppe kann jetzt nur heissen: «Dranneblibe!» Dann klappt es in einem Jahr ganz bestimmt!
Root: Meier; Ineichen, Krummenacher, Schnider, Barbosa; Wigger, Ben Meierhans, Ganaj, Schafer; Strebel, Krieger (Bucheli, Konjevic, Stefan Christen, Tim Meierhans, Fabian Christen, Bühler).
Tore: 3. Strebel 0:1, 41. ESC 1:1, 44. ESC 2:1, 90. ESC 3:1.